Grundsätzlich gelegentlich brauchbar und nützlich
"Ich bin überzeugter Pentax Nutzer. Die Geschichte des Unternehmens hat eine lange Tradition und Pentax war tatsächlich lange die unumstrittene Nummer 1 auf dem Knipskistenmarkt, sehr lange sogar, bevor CaNikon den Kampf ansagte. Während Pentax sich seiner Philosphie und damit seinen Kunden treu blieb, haben andere das Geld verdient. Zur Philosphie von Pentax gehört(e) auch, Produkte für den Kunden möglichst transparent und soweit möglich untereinander kompatibel zu machen. Und wenn denn Modellpflege betrieben wird, dann wird EIN Modell gepflegt. Und nicht - wie bei CaNikon - eine ModellREIHE mit -zig unterschiedlichen Varianten, bei denen selbst der Hersteller nicht mehr duchblickt, was die können (und vor allem: was NICHT). Was das nun mit dem O-GPS Modul zu tun hat ? Mit dem Modul an sich erst mal nichts. Und die Kompabilität ist für alle neueren Digitalkameras gewährleistet, sodass das Modul zuverlässig Satellitensignale empfangen, die GEO-Daten verarbeiten und an die Kamerasoftware weiterreichen kann, um die Standortinformationen in den Fotos zu hinterlegen, und/oder die Astrofunktion nutzen zu können. Bei der K-70 lässt sich im Dsiplay für die Standortinformation sogar ein Kompass anzeigen. Hilfreich für die, die gerne einen ganz betimmten Standort regelmäßig wiederkehrend aufsuchen möchten und so eine Art Motivreplikation unter unterschiedlichen Bedingungen machen möchten (Dokumentaristen und Historiker wären wohl so eine Zielgruppe). Für den ambitionierten Amateur stellt die GPS-Datenverarbeitung u. a. eine willkommene Funktion für die sinnvolle Anreicherung der Meta- und Exif-Daten dar, um derart angereicherte Fotos dem Betrachter auf einer Weltkarte mit dem genauen Aufnahmestandort präsentieren zu können. Bei der K-3 Mark II wurde der Kompass für's Display auch noch implementiert. Bei der K-3 Mark III wurde der GPS-Kompass sang- und klanglos entfernt. UND GENAU DAS ÄRGERT MICH !! GPS und Astronachführung funktionieren in der K-3 III zwar so wie man es erwartet. Aber warum wird ausgerechnet aus dem DSLR-Flaggschiff der GPS-Kompass entfernt ?! Egal. Ich muss das nicht verstehen, ärger mich aber trotzdem weiter und benutze für die GPS-Kompass-Funktion die K-70. Und DIE hat wenigstens schon so 'n Klappbildschirm, den die Marketingabteilung an der K-3 wohl auch nicht so wichtig fand, an der K-1 dann aber wieder doch. Seit der Übernahme von RICOH hat sich bei Pentax also leider nicht alles zum Guten entwickelt, auch wenn man noch merkt, dass zumindest die Ingenieure ausschließlich den Anliegen der treu und immer noch von der Marke und deren Produkte überzeugten fotografischen Anwender folgen möchten. Man könnte sich nun die Frage stellen, warum denn wohl so ein kleines Plastikschächtelchen für die Montage auf die Blitzschuhkontakte so teuer sein muss. Dann sollte man sich aber auch die Frage stellen, warum CaNikon derartiges Zubehör NICHT für seine Konsumentenkameras anbietet (sondern - wenn überhaupt - nur für deren sündhaft teure Premium-High-End-Geräte, und das sind jeweils nur 2 Kameras !!, während man bei Pentax für 250 Taler die in der Kompatibilitätsliste aufgeführten Knipskisten - und das sind mehr als nur 2 - damit aufrüsten kann). Der aufmerksame Leser wird spätestens jetzt verstehen, warum das Fanboy-Gehabe der treuen und vermutlich auch trotz (oder vielleicht auch gerade WEGEN) Unwissenheit absolut überzeugten Kunden der drei mittlerweile marktbeherrschenden Unternehmen (Canon, Nikon, SONY) dem Pentax-Anwender nur 'n müdes Ar*chrunzeln entlockt. Sei's drum. Ich hab das GPS-Modul schon lange haben wollen und nun auch die verbesserte Version 2 und ich bin SEHR zufrieden und froh, Pentax weiterhin mein Vertrauen zu schenken. ________________________ Nach mehrmaligen Einsätzen nun doch ein ernüchterndes Ergebnis: Das GPS Modul liefert zwar akzeptabel präzise Daten. Wenn es denn auch einwandfreie Verbindung zu Satelliten hat. Stark wolkiger Himmel oder unterhalb eines Bauwerkteils (Balkon, Brücke, Kragplatte o. ä. aussenliegende Gebäudeteile) verhindern die zuverlässige Übertragung mit dem Erfolg, dass KEINE GPS-Daten ins Foto geschrieben werden. Das kann durchaus unbemerkt passieren, weil man zumeist im Eifer und/oder anderweitig aufmerksam oder abgelenkt ja nicht ständig auf die erforderliche Konnektivität achtet, und man keinen Hinweis erhält, dass das Gerät die Verbindung zu den Satelliten verloren hat (siehe hierzu auch den sehr aussagefähigen und lehrreichen aber hinsichtlich der GPS-Technik und deren Einschränkungen auch ernüchternden Wikipedia-Artikel). Ist die Konnektivität abgebrochen, muss man die Prozedur der Kalibrierung jedes Mal neu machen. Wer also den Standort häufig wechselt, dabei das GPS-Modul aktiv lässt, aber während der Standortwechsel nicht fotografiert, ist gut beraten, VOR der Aufnahme unbedingt auch die GPS-Funktion zu prüfen. Gleiches gilt auch, wenn man das Modul aus Energiespargründen ausschaltet. Das verbindet sich nach dem Einschalten nicht selbsttätig mit den Satelliten, das MUSS man zwingend neu kalibrieren. Was durchaus schon mal gut und schnell, aber - vermutlich abhängig vom Standort - hin und wieder auch nicht ganz so zügig klappt. Und Energiezellen muss man reichlich mit am Mann tragen, denn das Modul benötigt unerhört viel Strom. Eine Standard AAA Zelle ist bei knapp um die 20°C im Dauerbetrieb innerhalb von weniger als 4 Stunden leergesaugt. Das überrascht dann doch, kommt man mit einer Batterie also dann doch nicht zuverlässig über den Tag und man muss zwischendurch wechseln, aber man wird nicht voraussehen können, wann der Wechsel ansteht. DAS merkt man erst, wenn der Saft aus der Batterie raus ist und das Modul nix mehr kann. Denn die winzige Kontroll-LED für den Batteriestand zuckt nur kurz auf und ist OHNE Strom dann auch aus. Übrigens ist die Kontroll-LED bei erfolgreicher Konnektivität auch aus. Was bei der nächtlichen Astro-Fotografie durchaus Sinn macht. Nur bei nicht erfolgreicher Konnektivität blinkt sie gelb. Ist der Strom also weg weil die Batterie leer ist, kann man nicht ohne Weiteres feststellen, ob man GPS-Daten schreiben lassen kann. Man muss also IMMER VOR der Aufnahme einen Kontrollblick auf die Technik haben und am besten vor jedem Foto die Kalibrierung durchführen. Wenig praktikabel, wie ich finde. Ich hab mir deutlich mehr Zuverlässigkeit und Anwenderfreundlichkeit von dem Modul versprochen. Insgesamt ist das GPS-Modul zwar nützlicher und brauchbarer als die Händiesoftwarelösung, mit der man Kamera und Smartphone miteinander koppeln kann (und dann auch GPS-Daten vom Smartphone verwenden könnte, wenn's denn funktioniert). Aber das Modul ist tatsächlich nur was für (professionell arbeitende) Leute, die - aus welchen Gründen auch immer - unbedingt darauf angewiesen sind, präzise GPS-Daten im Bild hinterlegen zu lassen. Als Hobbyspassgerät ist das Modul dann doch zu teuer. Für die erkannten Einschränkungen ziehe ich deshalb einen Stern ab. Damit interessierte Anwender den GPS-Tracker besser verstehen und nutzen können, sollte Pentax hier nicht nur technische Daten liefern, sondern auch anschauliche Benutzerbeispiele, und das bestenfalls (für die Astro-Tracker-Funktion) mit den dafür definitiv kompatiblen Objektiven. Grundsätzlich ist das optionale GPS-Modul hinsichtlich seines Preises wohl eher kein wirklich notwendiges Must-Have für Fotografen, die NICHT an der Astrofotografie mit derart entsprechend zielführenden Hilfsmitteln interessiert sind. Für Anwender, die ihre Fotos mit Geodaten veröffentlichen möchten, um für den Betrachter dann anschaulich auch den Aufnahmeort auf geografischen Kartenmaterial darzustellen, kann man das Produkt hinsichtlich der Zuverlässigkeit und der allgemein sehr hohen Qualität sicher empfehlen, aber dann auch mit dem Hinweis, dass das Ding nur so gut ist, wie derjenige, der es benutzt."